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  Qualitäts-Leitbild der Kreisschule Lotten
(eingesetzt am 13. Februar 2006)



Inhaltsverzeichnis
 
  1. Gemeinsame pädagogische Haltung
  2. Identifikation mit der Schule
  3. Persönliches Wohlbefinden und Umgang mit Belastung
  4. Kommunikationskultur
  5. Öffnung nach aussen und Pflege der Aussenkontakte
  6. Einbezug der Schülerinnen und Schüler ins Schulleben
  7. Unterricht
  8. Förderung von Schlüsselqualifikationen
  9. Umgang mit Heterogenität
  10. Beziehung zwischen Lehrperson und Schülerinnen und Schülern
  11. Klassenführung
  12. Beziehung zwischen Schülerinnen und Schülern
  13. Prüfungs- und Beurteilungskonzept
  14. Funktion der Leistungsbeurteilung im Lehr-/Lernprozess
  15. Erfahrungsaustausch mit Ehemaligen, Eltern, weiterführenden Stufen und Schulen, Lehrbetrieben
  16. Schulleitung
 

  1. Gemeinsame pädagogische Haltung
    1. Im Umgang mit unseren Schülerinnen und Schülern sind uns Wohlwollen, Akzeptanz und Wertschätzung wichtig.
    2. Wir setzen gemeinsam Grenzen und achten auf deren Einhaltung.
    3. Wir achten auf regelmässigen Austausch in pädagogischen Fragen und überprüfen dabei auch unsere pädagogische Haltung.

  2. Identifikation mit der Schule
    1. Die Kreisschule Lotten ist eine lernende Organisation und stellt sich aufgeschlossen neuen Bedingungen und Herausforderungen auf struktureller und inhaltlicher Ebene.
    2. Die Zusammenarbeit mit den beiden Kollegien der Kreisschule und der Standortschulen ist Voraussetzung für eine befriedigende, professionelle und konstruktive Arbeit.
    3. Wir fördern das Gefühl der Zugehörigkeit zur Schule.

  3. Persönliches Wohlbefinden und Umgang mit Belastung
    1. Auf eindeutiger Kompetenzenaufteilung (SPF/SL/StaoL/Kollegium/LP) beruhende klare und rechtzeitige Informationen tragen zum Wohlbefinden bei.
    2. Die sozialen Beziehungen in den Kollegien beruhen auf Respekt, Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung.
    3. Wir achten darauf, dass die einzelnen Bereiche des Berufsauftrages (Unterricht, Gemeinsame Arbeitszeit, Individuelle Arbeitszeit) so im Gleichgewicht sind, dass Überlastungssituationen vermieden werden.
    4. Probleme und Schwierigkeiten aus dem Schulalltag werden offen in die kollegialen Gespräche eingebracht. Sie werden respektvoll und verständnisvoll entgegengenommen.

  4. Kommunikationskultur
    1. Bei kollegialen Diskussionen und schulischen Entscheidungen steht die sachlich beste Lösung zum Wohl der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund.
    2. Wir nutzen die Stärken der einzelnen Lehrpersonen für die Schule als Ganzes.
    3. Wir sprechen Konflikte im Kollegium an und bereinigen sie mit gegenseitigem Respekt.

  5. Öffnung nach aussen und Pflege der Aussenkontakte
    1. Wir geben der Öffentlichkeit einen Einblick ins Schulleben und in die Qualität unserer schulischen Arbeit.
    2. Wir pflegen einen regelmässigen Kontakt mit abnehmenden Schulen und Institutionen zwecks Erfahrungsaustauschs.

  6. Einbezug der Schülerinnen und Schüler ins Schulleben
    1. Die Schülerinnen und Schüler haben ein angemessenes Mitspracherecht.
    2. Mit transparenten Regeln und mit Prävention begegnen wir den Gewalt- und Suchtproblemen.
    3. Mit geeigneten Ritualen fördern wir das Gefühl der Zugehörigkeit zu unserer Schule.

  7. Unterricht
    1. Wir tauschen uns über Unterrichtsinhalte aus und beziehen fächerübergreifende Themen mit ein.
    2. An unserer Schule herrscht Methodenvielfalt. Wir setzen individualisierende und differenzierende Unterrichtsformen ein.
    3. Schülerinnen und Schüler kennen die Lernziele.
    4. Wir fördern die Selbstverantwortung und das selbst gesteuerte Lernen im Hinblick auf «lebenslanges Lernen».

  8. Förderung von Schlüsselqualifikationen
    1. Wir befassen uns im Unterricht über die vier Jahre an der Oberstufe kontinuierlich mit Lern- und Arbeitstechniken.
    2. Wir deklarieren und begründen die fachunabhängigen Lernziele (Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, etc.) gegenüber den Schülerinnen und Schülern.

  9. Umgang mit Heterogenität
    1. Unsere Schule führt ein Handbuch mit Adresslisten und Informationen zu Verhaltensauffälligkeiten wie Gewalt, Sucht, Bulimie, Borderline-Störungen etc.
    2. Wir fördern unsere Schülerinnen und Schüler gemäss ihren Lernvoraussetzungen im kognitiven, persönlichen und sozialen Bereich.

  10. Beziehung zwischen Lehrperson und Schülerinnen und Schülern
    1. Unser Umgang mit den Schülerinnen und Schülern ist geprägt durch eine positive Erwartungshaltung. Wir fördern die Stärken unserer Schülerinnen und Schüler.
    2. Unsere Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern ist wertschätzend und verlässlich.

  11. Klassenführung
    1. Wir ermöglichen mit unserem Verhalten eine entspannte Lernatmosphäre. Dabei fördern wir die Selbst- und Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler.
    2. Wir pflegen einen bewussten und reflektierten Umgang mit soziokulturellen Unterschieden und Minderheiten.
    3. Das erwünschte Verhalten ist für die Schülerinnen und Schüler transparent und wird positiv verstärkt.

  12. Beziehung zwischen Schülerinnen und Schülern
    1. Wir fördern die Sozial- und Selbstkompetenz der Schülerinnen und Schüler. Damit schaffen wir ein Klima der Offenheit, der gegenseitigen Unterstützung und des Vertrauens.
    2. Wir fördern die soziale Vernetzung der Schülerinnen und Schüler vor allem an den Standortschulen.

  13. Prüfungs- und Beurteilungskonzept
    1. Lernziele bilden die Grundlage der Prüfungen und sind den Schülerinnen und Schülern bekannt.
    2. Die Leistungsbeurteilung ist transparent und nachvollziehbar.
    3. An unserer Schule gibt es verbindliche Absprachen zur Leistungsbeurteilung.

  14. Funktion der Leistungsbeurteilung im Lehr- / Lernprozess
    1. Prüfungen werden in regelmässigen Abständen durchgeführt, damit sich die Schülerinnen und Schüler und ihre Erziehungsberechtigten ein Bild über die Lernfortschritte machen können.
    2. Wir legen grossen Wert auf eine sorgfältige Fehleranalyse, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern.
    3. Wir fördern und praktizieren Selbstbeurteilungsprozesse.

  15. Erfahrungsaustausch mit Ehemaligen, Eltern, weiterführenden Stufen und Schulen, Lehrbetrieben
    1. Die verschiedenen Partner (Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Ehemalige, Eltern, weiterführende Stufen und Schulen, Lehrbetriebe) befinden sich in einem Dialog und geben einander Rückmeldungen.

  16. Schulleitung
    1. Die Kreisschule Lotten ist eine geleitete Schule. Die Schulleitung nimmt die Führung innerhalb ihrer Kompetenzen wahr. Die Anliegen der Mitwirkenden an der KS Lotten werden angemessen in die Entscheidungen der SL einbezogen. Die Schulleitung gewährt Freiraum und fordert Verbindlichkeit ein.
    2. Die Schulleitung nimmt primär die Interessen der KS Lotten als Ganzes wahr. Sie zeigt Verständnis für die Anliegen der einzelnen Standorte.
    3. Die Kommunikation zwischen der Schulleitung, den Lehrpersonen und den übrigen Mitarbeitenden an der Schule beruht auf offener Information, Verlässlichkeit, persönlicher Wertschätzung und gegenseitigem Vertrauen.
    4. Personalentwicklung und administrative Abläufe (Stundenpläne, Pensenverteilung etc.) geschehen in transparenten Verfahren und nehmen Bezug auf die Leitideen der Schule.
    5. Die Schulleitung sorgt zusammen mit der Schulpflege für gute Rahmenbedingungen und eine angemessene Infrastruktur.